Klientenzentrierte Gesprächsführung

 19. November 2020,  09:30 Uhr - 20. November 2020,  - 17:30 Uhr
 



Inhalte:

- Wie schaffe ich es, als Mediator/in eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre zu schaffen?

- Wie gelingt Verständnis – sowohl als Mediator/in, die Medianden zu verstehen, ihnen aber auch das Gefühl von Gesehen und Verstanden werden zu vermitteln?

- Wie schaffe ich es, innerlich auszusteigen, wenn eine Mediandin in mir eine Reaktion hervorruft und ich meine Allparteilichkeit zu verlieren drohe?

- Wie kann ich auch in schwierigen Momenten zu meiner inneren Sicherheit zurückfinden?

- Wieso können meine persönlichen Glaubenssätze zu meinen persönlichen Fallen im Mediationsprozess werden und wie kann ich das Bewusstsein darüber für mich nutzen?

Die eigene Haltung und eine authentische und emphatische Kommunikation sind neben der fachlichen Kompetenz essentielle Bestandteile für eine gelingende Begleitung in Konfliktlösungsprozessen.

Carl Rogers hat mit seinem Konzept der klientenzentrierten Gesprächsführung den humanistischen Grundgedanken, dass der Klient die Lösung in sich trägt, in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt. Als Mediator/innen und Prozessbegleiter/innen sind wir dafür verantwortlich, durch eine emphatische und wertschätzende Grundhaltung sowie spezielle Kommunikationstechniken diesen Prozess hin zur Lösungsfindung zu begleiten. Diese Haltung unterstützt die Allparteilichkeit als Mediator/in.

Nicht selten finden wir uns jedoch in Situationen wieder, wo uns unsere Objektivität beginnt verloren zu gehen. Wir werden wütend durch eine Aussage des Medianden, wir ertappen uns dabei, die Lösung doch schon im Kopf zu haben. Auch Zweifel an unseren Fähigkeiten oder der Glaube, immer alles im Griff zu haben, können zu unseren persönlichen Fallen werden, die uns dann im Mediationsprozess vor die Füße fallen. Das Bewusstsein über solche Stolpersteine kann ein großer Gewinn für unsere Arbeit sein.

Das Seminar hat einen großen Praxis- und Selbsterfahrungsanteil mit unterstützenden Elementen aus der Achtsamkeitsarbeit und setzt folgende Schwerpunkte:

- Innere Haltung: mein Selbstverständnis als Mediator/in gegenüber den Medianden, mögliche Fallen und Herausforderungen

- Beziehung: Empathie, Kongruenz, Wertschätzung – den Rapport zu den Medianden herstellen und halten

- Kommunikationstechniken: aktives Zuhören, Spiegeln, Paraphrasieren, Dialogisieren (Dos and Don´ts)

Fortbildung für Mediator/innen bei klären & lösen in Berlin. Infos und Anmeldung unter info@klaeren-und-loesen.de oder 030-84313229.