Ausbildung Mediation in Naturschutz und Planung - 140 Stunden in 6 Modulen zur/m zertifizierten Mediator:in nach Mediationsgese

 02. Dezember 2021 - 31. Mai 2022
 



Planungsverfahren sind mit den unterschiedlichsten Interessen verbunden. Wie stark der Ausgleich zwischen diesen Interessen die tägliche Arbeit bestimmt, und wie die Emotionen oft auch das sachliche Ergebnis beeinflussen können, wissen alle, die sich in Fachbehörden, in Verbänden und Vereinen oder privat engagieren. Die Vorgehensweise der Mediation bietet hier eine Möglichkeit, Menschen im Konflikt zu einer einvernehmlichen Lösung zu begleiten.

Konflikte im Zusammenhang mit Naturschutz, Gesundheit, Energiewende und Planungsverfahren haben einige Gemeinsamkeiten: Es sind meist mehrere Interessengruppen mit Vertretern, die nicht nur für sich persönlich, sondern für eine ganze Gruppe sprechen. Oft kochen die Emotionen besonders hoch, weil „Natur“ und „Gesundheit“ alle persönlich angeht. Fragen des sachlichen Hintergrundes und der persönlichen Interessen, der Neutralität und Befangenheit, stellen sich für die MediatorInnen hier in besonderem Maße. Diese Fragen werden in der Ausbildung „Mediation in Naturschutz und Planung“ beantwortet. Sie richtet sich speziell an Fachleute aus der Planung oder dem Naturschutz, die vertieft in die Mediation einsteigen möchten, es werden aber die Mediationsgrundlagen für alle Bereiche vermittelt. Die Teilnehmenden lernen Gesprächstechniken kennen und üben die Mediation in allen Phasen zunächst mit zwei Parteien, wie es die Ausbildungsverordnung vorgibt. Diese Fähigkeiten werden dann auf Mehrparteien-verfahren übertragen und im Rollenspiel trainiert.

ZIELGRUPPE

Personen, die in der Fachverwaltung und in Kommunen tätig sind, Vertreterinnen und Vertreter von Energie- und Umweltverbänden und von Bürgerinitiativen, und alle Interessierte, die bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, sowie Master-Studierende.

MODULE MEDIATION

IN NATURSCHUTZ UND PLANUNG

 

Modul 1:

Einführung in die Mediation,

Konfliktanalyse,

Grundlagen Kommunikationstechniken,

Phasen 0 und 1

Fr 02.12.2021 bis Sa 04.12.2021

 

Modul 2:

Mediation mit zwei Konfliktparteien,

Emotionen in der Mediation,

Phasen 2 und 3

Do 20.01.2022 bis Sa 22.01.2022

 

Modul 3:

Einzelgespräche

Lösungsfindung in der Mediation,

Haltung der Mediatorin/des Mediators,

Phasen 3 und 4

Do 03.03.2022 bis Sa 05.03.2022

 

 

Modul 4:

Recht der Mediation

Recht in der Mediation

Mediation von großen Gruppen,

Partizipation

Do 31.04.2022 bis Sa 02.04.2022

 

Modul 5:

Sonderformen der Mediation,

Eskalation und Machtausgleich,

Praktische Prüfung

Do 12.05.2022 bis Sa 14.05.2022

 

Zusatzmodule

(wenn die Ausbildung unter Pandemie-

bedingungen in Teilen virtuell stattfinden muss)

 

 

LEHRMETHODEN

• Praxisnah

• Aufbauend auf der Berufserfahrung der Teilnehmenden

• Übung der Gesprächstechniken

• Rollenspiele in Phasen der Mediation in Präsenz und online

• Erfahrungsberichte und Übungen an Szenarien aus Mediationsfällen der Trainerinnen und Trainer

• Theoretischer Hintergrund in Kurzvorträgen und Skripten

• Persönliche Rückmeldungen zu allen Übungen

• Gemeinsame Konzeption von Mediationsverfahren zu mitgebrachten Konfliktfällen der Teilnehmenden

• Praktische Tipps, mit denen Sie vom ersten Modul an das Gelernte in Ihrem Berufsalltag umsetzen können.

 

WICHTIG:

Die Ausbildung findet ab mindestens 8 und mit höchstens 14 Teilnehmenden statt. Die Basisausbildung umfasst 120 Stunden in Präsenz oder virtueller Präsenz, sowie 20 Zusatzstunden. Umfang und Inhalte entsprechen der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren, § 2, des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz vom 1.9.2016. Nach erfolgreicher Absolvierung der fünf Module der Ausbildung (inklusive praktischer Prüfung) folgt die Mediation eines selbst eingebrachten Falles. Dieser wird im Rahmen einer zusätzlichen Supervision besprochen, danach können sich die Teilnehmenden „zertifizierte/r Mediatorin/Mediator“ nennen.