Das Enneagramm in der Mediation

 11. Oktober 2019 - 12. Oktober 2019
 Konstanzer Schule für Mediation

 Konstanzer Schule für Mediation
 Dr. Jörg Ascher
 Dr. Jörg Ascher

Das Enneagramm ist ein Strukturmodell der menschlichen Psyche. Als solches beschreibt es unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen auf der Grundlage persönlicher Bedürfnisse und Interessen. Anders als klassische Persönlichkeitstypologien enthält es sich daher der Zuschreibung bestimmter Eigenschaften und Verhaltensweisen zu einem bestimmten Typ in bestimmten Kontexten. Auf der Basis der Beschreibung von neun unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen bietet das Enneagramm ein Modell, das versucht die Frage nach dem „Warum“ eines Verhaltens zu ergründen und zu beschreiben. Die dem Enneagramm zugrundeliegende Idee der Verdeutlichung unterschiedlicher subjektiver Wirklichkeiten und der dahinter liegenden Interessen und Bedürfnisse weist damit starke Parallelen zur Mediation auf. Denn auch in der Mediation ist die Akzeptanz der Unterschiedlichkeit Grundlage für ein besseres Verständnis des jeweils Anderen.

 

Im Rahmen des Seminars werden das Enneagramm als Strukturmodell der menschlichen Psyche vorgestellt sowie dessen Einsatzmöglichkeiten und praktischer Nutzem im Kontext der Mediation aufgezeigt. Dabei wird sowohl auf den Mehrwert der Modells für die Interessen- und Bedürfnisklärung eingegangen und an konkreten Beispielen methodisch umgesetzt, als auch der potentielle Einfluss der eigenen Struktur des Mediators auf den Mediationsprozess besprochen.

 

Das Seminar wird fachlichen Input und ausführliches Üben miteinander verbinden. Es richtet sich an ausgebildete Mediatoren, die einerseits ihren Methodenkoffer und ihre Kompetenz in der Interessen- und Bedürfnisklärung erweitern möchten sowie Lust haben sich selbst, d.h. die eigene Haltung und Wirkung im Mediationsprozess zu reflektieren.

 

Seminarinhalte im Überblick:

 

• Das Enneagramm als Strukturmodell der menschlichen Psyche

• Bauch/Herz/Kopf – embodimentale Grundbedürfnisse

• „Warum sagt der das jetzt wohl“ – Hypothesenbildung anhand des Strukturmodells

• Selbstreflexion – Einfluss der eigenen Enneagrammstruktur auf die Arbeit des Mediators

 

Leitung: Dr. Jörg Ascher, RA, systemischer Coach, Mediator BM, Konstanz