Internationaler Tag der Mediation am 18. Juni

Durch die eingeschränkteren Lebensbedingungen, das Organisieren des Home-Office mit Kindern, Homeschooling und Lebenspartner*innen zu Hause sowie Zukunftsängsten wegen der fehlenden Miete für den Wohnraum und drohendem Jobverlust sind Menschen starken Belastungen ausgesetzt. Das zeigt auch die Evaluation der Konflikt-Hotline des Bundesverbandes MEDIATION. Diese Hotline wurde zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang April 2020 ins Leben gerufen und wird vom ersten Tag an genutzt - Frequenz steigend. Die Gespräche verdeutlichen, dass die Belastbarkeit der Menschen ab- und die Emotionalität proportional zunimmt. Die sonst üblichen Möglichkeiten zum Abbau von Stress, wie z.B. Sport, Freunde treffen oder Tanzen gehen, sind gerade nicht möglich. Hilfe von außen ist bei der Bearbeitung von Konflikten sehr unterstützend.

Am diesjährigen Internationalen Tag der Mediation am 18. Juni heben die Mediationsverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Bedeutsamkeit der Mediation angesichts der aktuellen Situation besonders hervor. Aufkommende Konflikte gut zu bearbeiten, im Dialog miteinander zu bleiben, den Alltag gut abzusprechen sowie Ärger rechtzeitig und angemessen zu kommunizieren ist für viele Menschen schwieriger als je zuvor und deswegen gerade besonders wichtig.

Mediator*innen unterstützen dabei. Sie leiten Gespräche als allparteiliche Dritte und stehen auch beratend präventiv zur Seite, wenn sich Konfliktparteien auf ein konstruktives Klärungsgespräch vorbereiten wollen. Welche hilfreichen Kommunikationswerkzeuge gibt es? Wie höre ich richtig zu? Wie kann ich Ärger ausdrücken, ohne den oder die andere anzugreifen?

Auf der gemeinsamen Website der Mediationsverbände finden Sie die Veranstaltungen am und rund um den Tag der Mediation.