BM-Nachrichten 39. Ausgabe, Oktober 2008

Zitat des Monats:

"Man muss eine Wut so umsetzen, dass sie Veränderung bewirkt«.
lic. Phil. und Soziologin Anni Lanz, Schweizer Friedensaktivistin, bis in das Jahr 2003 politische Sekretärin bei Solidarité sans frontières.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Neues aus dem Bundesverband

  • München leuchtet: Der Bundesverband Mediation präsentiert sich als Verband von MediatiorInnen mit Blick über die nationalen Grenzen hinaus
  • Gegenseitige Anerkennung und Zertifizierung von MediatorInnen im In- und Ausland signalisiert Annäherung von Mediationsverbänden in Europa
  • BM wirkt in der European Mediation Network Initiave (EMNI) mit
  • Erster Platz beim ersten Kölner Innovationspreis für das Konzept »Mediation mit behinderten Menschen«
  • Neue BM-Standards für das Anerkennungsverfahren ab 2009
  • Eigene Veranstaltungen auf der BM-Website ankündigen
  • Arbeitshilfe »Kongress- und Veranstaltungsmanagement« erschienen
  • Mitgliederbefragung per Online-Bogen läuft
  • Redaktionsschluss BM Nachrichten 15. November 200

2. Meldungen aus den Regional- und Fachgruppen

  • RG Ingolstadt: Zweiter Ingolstädter Mediationstag am 22. November 2008
  • Fachgruppe MEB: Ankündigung Fachtagung »Mobbing« im neuen Jahr

3. Tipps, Veranstaltungshinweise & mehr

  • TrainerInnen für Schulmediation und Mediation im Quartier gesucht
  • Einladung zur Fachtagung »Mediation im Gesundheitswesen« und einen herzlichen Glückwunsch zum zehn-jährigen Bestehen des Fördervereins Mediation im öffentlichen Bereich
  • Erstes Forum »Richterliche Mediation in Nordrhein-Westfalen (NRW) - Erfahrungen aus der Praxis«
  • Dokumentation zum 2. Berliner Symposium zur Gerichtlichen Mediation erhältlich

4. Veröffentlichung von BM-Mitgliedern

  • Mediation im Gemeinwesen

5. Mediation in den Medien

  • Modellprojekt »Mediation« in Sachsen-Anhalt bis zum 30. Juni 2010 verlängert

6. Impressum

1. Neues aus dem Bundesverband

München leuchtet: Der Bundesverband Mediation präsentiert sich als Verband von MediatiorInnen mit Blick über die nationalen Grenzen hinaus
Getragen vom »Dialog in die Zukunft«, dem Motto und den Erfahrungen aus dem BM-Kongress in München, leuchtete die anschließende Mitgliederversammlung (MV) den Raum für MediatorInnen in Deutschland und transnational aus. Die MV realisiert mit der Finanzierung der Geschäftsstelle und Übernahme der Verantwortung in Vorstand und Beirat des Vereins »Mediation in interkulturellen Kindschaftskonflikten« (MIKK), ein gesellschaftspolitisch herausragendes Projekt, das durch den Einsatz qualifizierter, mehrsprachiger MediatorInnen, die Streitigkeiten in transnationalen Familienbeziehungen alternativ beilegt und Entscheidungsträger in nationalen Gesellschaften vom Einsatz des Mediationsverfahrens überzeugen kann. Der Verein wird gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation (BAFM) von der Geschäftsstelle der BAFM in Berlin aus betrieben und schafft den Verbänden Kontakte zu nationalen Behörden und Fachorganisationen im In- und Ausland. Als Signal des neuen Gesichts des BM verabschiedete die Mitgliederversammlung in München das alte Logo des Verbandes, dessen neues Design im Zuge der Organisationsentwicklung bis zum Jahre 2010 konkret gefasst werden wird. Bei der Geschäftsstelle in Kassel sind Materialien und Dokumente zur Unterstützung der Arbeiten der Regionalgruppen abzurufen. Mit Zuwachs von Aufgaben und Repräsentationspflichten des BM wird der Vorstand von der MV beauftragt, zeitnah alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Aufgaben (Geschäftsführung und Öffentlichkeitsarbeit nach innen und außen) im Verband zu bündeln und eine Entlastung des ehrenamtlichen Vorstands zu ermöglichen.

Gegenseitige Anerkennung und Zertifizierung von MediatorInnen im In- und Ausland signalisiert Annäherung von Mediationsverbänden in Europa
Auf Einladung des BM waren Vertreter der nationalen Mediationsverbände aus der Schweiz und Österreich auf dem Podium zur Zukunft der Mediation beim Kongress des BM in München eingebunden in den Dialog. Erkennbares Zeichen einer engeren Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinaus ist neben der Präsens der RepräsentantInnen auf dem Kongress, der Vertrag zur gegenseitigen Anerkennung und Zertifizierung von MediatorInnen des BM, des BMWA und der BAFM, sowie die unterschriftsreife Vereinbarung des BM mit dem Schweizer Dachverband für Mediation (SDM). Um eine ähnliche Vereinbarung zwischen BM und dem Österreichischen Bundesverband Mediation (ÖBM) ist unsere erste Vorsitzende, Rain Jutta Hohmann, zusammen mit dem Bundessprecher des ÖBM, Mag. Marianus Mautner, bemüht.

BM neues Mitglied in der European Mediation Network Initiative (EMNI)
Jutta Hohmann informierte die Mitgliederversammlung über die Mitarbeit im EMNI. Die Mitwirkung in der Initiative ist ein weiteres Zeichen für die Präsenz des BM im In- und Ausland.

Erster Platz beim ersten Kölner Innovationspreis für das Konzept »Mediation mit behinderten Menschen«
Der BM gratuliert Mitglied und Ausbilder (BM), Roland Schüler, der Geschäftsführer des Friedensbildungswerks Köln (FBK) ist, zum ersten Platz beim ersten Kölner Innovationspreis für das Konzept »Mediation mit behinderten Menschen«. Wie mit geringen Mitteln große Wirkung erzeugt werden kann, zeigen die 32 Projekte zur Behindertenpolitik in Köln, die sich am erstmalig ausgelobten Innovationspreis der Stadt Köln in Höhe von insgesamt 5.000 Euro beworben haben. Den ersten Preis in Höhe von 2.500 Euro verlieh Oberbürgermeister Fitz Schramma am 21. Oktober im Rathaus der Stadt Köln an das Projekt »Streitschlichtung«. Das Konzept wurde erstmals in der Werkstatt Rodenkirchen der Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) in Zusammenarbeit mit dem FBK Köln entwickelt und erprobt. Die Ergebnisse sind so gut, dass das Konzept der Streitschlichtung nun auch auf die übrigen Betriebstätten und Wohnheime der GWK übertragen wird.
Näheres zum Konzept bei Roland Schüler FBKkoeln@remove-this.t-online.remove-this.de

Neue BM-Standards für das Anerkennungsverfahren ab 2009
Das Vorstandsmitglied, Inka Heisig (Qualitätssicherung), hat die aktuellen Änderungen für die Standards zusammengestellt. Die Standards treten nach Beschluss der Mitgliederversammlung zum 1.1.2009 in Kraft. Eine Anpassung war u.a. wegen der Anerkennung der Standards von BAFM und BMWA durch den BM erforderlich. Seit Februar liegt außerdem ein neuer Leitfaden zur Dokumentation einer Mediation vor.  

Eigene Veranstaltungen auf der BM-Website ankündigen
Berufsverbandsmitglieder des BM können auf der Website des Bundesverbandes Mediation e.V. auf ihre Seminare kostenfrei hinweisen. Nach dem Wechsel der Website hat es hier einige Änderungen gegeben. So wird z.B. beim Veranstalter ein Kartenausschnitt aus Google-Map angezeigt. Die Mitglieder werden gebeten, ihre bereits veröffentlichten Daten zu überprüfen und einen Veranstalter anzulegen. Christian Bähner, der Webmaster des BM, hat für die Veröffentlichung der Veranstaltungsdaten eine Anleitung geschrieben. 
Außerdem gibt es auf der Website einen neuen Bereich mit "häufig gestellten Fragen" (FAQ).

Arbeitshilfe »Kongress- und Veranstaltungsmanagement« erschienen
Alexia Glaveris, Regina Harms und Ralf Lange, Mitglieder des Orga-Teams des Mediationskongresses 2006 in Hamburg, haben aus ihren vielfältigen und gesammelten Erfahrungen heraus eine Arbeitshilfe für Mitglieder in Leitungsfunktionen erstellt, die Events organisieren wollen. Die gedruckte, Spiralgebundene Broschüre mit insgesamt 150 DIN-A4-Seiten kann ab sofort bei der Geschäftsstelle über info@remove-this.bmev.remove-this.de angefordert werden. Für FunktionsträgerInnen ist ein Exemplar kostenfrei erhältlich.

Mitgliederbefragung per Online-Bogen läuft
Bis 15. Januar 2009 werden die Antworten der BM-Mitglieder als ersten Schritt der Diagnose der Organisationsentwicklung (OE) gesammelt. Sie werden dann ausgewertet, verdichtet und die Ergebnisse werden allen wieder anonymisiert zur Verfügung gestellt. Das entstandene Bild soll uns Material liefern für Fragen wie: »Womit sind wir zufrieden? Womit nicht? Was wollen wir neu gestalten? Was beibehalten?« Thomas Robrecht erinnert daran, dass der persönliche Link per Email allen Mitgliedern zugegangen ist. Sollte jemand den Zugang zum Fragebogen  vermissen, der wende sich bitte an Arne Fiedler, Mitglied der OEKG, der Koordinierungsgruppe der OE per Email: arne.fiedler@remove-this.bmev.remove-this.de

Redaktionsschluss BM Nachrichten 15. November 2008
Beiträge nimmt Christine Kabst entgegen mit neuer Email der BM Nachrichtenredaktion newsletter@remove-this.bmev.remove-this.de

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2. Meldungen aus den Regional- und Fachgruppen

RG Ingolstadt: Zweiter Ingolstädter Mediationstag am 22. November 2008
Vorverlegt wurde der Ingolstädter Mediationstag, der mit vielerlei Vorträgen i.S. TOA, Mediationstheater, Peer-Mediation, Familienmediation und mehr aufwartet, um Menschen aus der Region um Ingolstadt beim Mediationstag der Regionalgruppe zu begeistern. Kontakt zur Regionalgruppe über die Sprecherin Susanne Seidenfuss-Bergmann per Email.

Fachgruppe MEB: Ankündigung Fachtagung »Mobbing« im neuen Jahr
Fachgruppensprecherin Ingrid Rauner, der FG »Mediation in Erziehung und Bildung«, weist auf die nächste Fachtagung hin, die  vom 27.02.09 bis 01.03.09 in der Tagungsstätte Reinhardswaldschule in 34233 Fuldatal stattfindet. Schwerpunktthema ist Mobbing. Es können 30 Personen teilnehmen. Anmeldungen von Interessierten sind herzlich willkommen über i.rauner@remove-this.t-online.remove-this.de

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3. Tipps, Veranstaltungshinweise & mehr

TrainerInnen für Schulmediation und Mediation im Quartier gesucht
Das Quartiersmanagement im Gebiet Lipschitzallee / Gropiusstadt (Berlin Neukölln) sucht Trainer/innen für Schulmediation und Mediation allgemein. Die Leistungen werden nach Landeshaushaltsordnung ausgeschrieben, abzurufen auf der Website. Stichwort: QM Lipschitzallee / Gropiusstadt: Ausschreibung (Schul-) Mediations-ausbildung in der Gropiusstadt - nicht nur für Lehrer. Bewerbungsschluss: 11. November 2008.

Einladung zur Fachtagung »Mediation im Gesundheitswesen« und ein herzlicher Glückwunsch zum zehnjährigen Bestehen des Fördervereins Mediation im öffentlichen Bereich!
Interessierte an Mediation in öffentlichen Bereich und Mitglieder des BM sind eingeladen beizutragen und teilzunehmen an der Fachtagung »Mediation im Gesundheitswesen«. Anlässlich des Jubiläums soll das Schwerpunktthema als neues ARBEITSFELD im öffentlichen Bereicht in Koblenz diskutiert werden. Am Samstag, dem 15. November 2008, 14.00 Uhr beginnt das ExpertInnenforum im Hause des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz. Anmeldungen unter Telefon (0261) 98850 bzw. beim Vorsitzenden des Fördervereins Gerd Fuchs info@remove-this.umweltmediation.remove-this.info

Erstes Forum »Richterliche Mediation in Nordrhein-Westfalen (NRW) - Erfahrungen aus der Praxis«
Erfahrungen aus den bisherigen Mediationsprojekten der Justiz in NRW diskutierten JuristInnen, VertreterInnen von Kammern und Verbänden aus Industrie, Handel und Handwerk mit weiterer Fachöffentlichkeit am 28. Oktober 2008 in der Justizakademie  des Landes NRW in Recklinghausen. Seit Anfang des Jahres 2005 wurde in der nordrhein-westfälischen Justiz das erste Projekt »Justizmodell in Ostwestfalen-Lippe« mit der richterlichen Mediation im Landgerichtsbezirk Paderborn auf den Ebenen der Land- und Amtsgerichte eingeführt. Ab dem Jahr 2006 wird sie ausgeweitet auf das Oberverwaltungsgericht sowie auf alle Verwaltungsgerichte, dann auch im Landgerichtsbezirk Detmold.  Richterliche Mediation findet seit Beginn des Jahres 2008 auch an den Standorten der Landgerichte Aachen, Essen und Krefeld statt. Ab dem Jahre 2009 kommen die Bezirke des Landgerichts Bielefeld und des Landessozialgerichts hinzu. Mit dem Projekt »Anwaltliche Mediation im Gerichtsverfahren beim Landgericht Köln« begann im Februar des Jahres 2007 eine weitere Ära der gerichtsnahen Mediation in Kooperation zwischen dem Landgericht Köln, dem Kölner Anwaltsverein e. V. sowie der Anwaltskammer Köln. Das offene Forum in Recklinghausen diskutierte die Erfahrungen kritisch und suchte nach weiteren Perspektiven für das Mediationsverfahren in der Justiz.

Dokumentation zum 2. Berliner Symposium zur Gerichtlichen Mediation erhältlich
Der Tagungsbericht vom Symposium des 19. Juni 2008 in Berlin ist von der Internetseite des Instituts für Konfliktmanagement der Europa-Universität Viadrina herunterzuladen.

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4. Veröffentlichungen von BM-Mitgliedern

Mediation im Gemeinwesen
Von Monika Götz und Christa D. Schäfer (Hrsg.), Mediation im Gemeinwesen, Schriften zur Theorie und Praxis der Mediation Band 2, Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2008. ISBN 978-3-8340-0463-5 broschiert. Nähere Informationen bei der Herausgeberin: moni@remove-this.our-school.remove-this.com

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5. Mediation in den Medien

Modellprojekt »Mediation« in Sachsen-Anhalt bis zum 30. Juni 2010 verlängert
Mit dem Einsatz von derzeit 16 RichtermediatorInnen wird »Konsens statt Gerichtsurteil« nun auch in Sozialgerichtsstreitigkeiten groß geschrieben. Die im Jahre 2006 als Pilotprojekt gestartete alternative Streitbeilegung in der Justiz wird durch dafür speziell fortgebildete RichterInnen in Sachsen-Anhalt bei ausgewählten Amts-, Land-, Verwaltungs- und nun auch Sozialgerichten weiter verbreitet.
(Quelle: Pressemitteilung des Justizministeriums von Sachsen-Anhalt vom 23. September 2008, zugesandt von Sibylle Kögel aus Mainz, Mitglied in der Fachgruppe MiO/Wirtschaftsmediation).

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6. Impressum

Herausgeber:
Bundesverband Mediation e.V.
Geschäftsstelle Kassel
Kirchweg 80
34119 Kassel

Vorstand:
1. Vors. RAin Jutta Hohmann
2. Vors. Thomas Robrecht
Inka Heisig
Walter Letzel

Redaktion:
Christine Kabst, newsletter@remove-this.bmev.remove-this.de

Verantwortlich im Sinne des Teledienstgesetzes: 
Bundesverband Mediation e.V. 

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